Erst prüfen, dann streichen
Bevor die Farbrolle zum Einsatz kommt, lohnt ein genauer Blick auf die Wand: Risse, Löcher, alte Farbreste oder Fettflecken müssen behandelt werden, sonst zeichnen sie sich später durch den neuen Anstrich ab.
Kreidende oder stark saugende Untergründe brauchen eine Grundierung, damit die neue Farbe gleichmäßig deckt und nicht ungleich aufgesogen wird. Ein einfacher Test: mit der flachen Hand über die trockene Wand streichen. Bleibt Farbe daran hängen, kreidet sie.
Die Vorbereitung Schritt für Schritt
- Möbel abrücken, Boden und Steckdosen mit Folie und Klebeband abdecken.
- Risse und Löcher mit Spachtelmasse ausbessern, trocknen lassen, glattschleifen.
- Wand entstauben und bei Bedarf grundieren.
- Kanten zu Decke, Boden und Fensterrahmen sauber abkleben.
- Erst die Kanten mit dem Pinsel vorstreichen, dann die Fläche mit der Rolle füllen.
Zwei Anstriche, nicht einer
Ein einzelner Anstrich deckt selten gleichmäßig, besonders bei Farbwechseln von dunkel zu hell. Rechnen Sie mit zwei dünnen Schichten statt einer dicken — das Ergebnis wird deutlich gleichmäßiger und die Farbe hält länger.
Zwischen den Anstrichen sollten mindestens vier bis sechs Stunden Trocknungszeit liegen, je nach Raumklima auch länger.
Welche Farbe für welchen Raum
In Feuchträumen wie Bad oder Küche lohnt sich eine abwaschbare, diffusionsoffene Farbe. In Wohn- und Schlafräumen darf es matter zugehen — das wirkt hochwertiger und lässt die Wand atmen.

