Der Untergrund entscheidet
Ein Parkettboden ist nur so gut wie das, worauf er liegt. Der Untergrund muss eben, trocken und tragfähig sein — alle drei, nicht zwei davon. Unebenheiten von mehr als wenigen Millimetern auf zwei Metern gleichen Sie mit einer Spachtelmasse aus, sonst arbeitet der Boden später und die Fugen öffnen sich.
Bei Estrich gehört eine Feuchtemessung dazu, bevor irgendetwas verlegt wird. Restfeuchte, die später nach oben wandert, ist der häufigste Grund dafür, dass sich ein neuer Boden nach wenigen Monaten wölbt.
Die richtige Reihenfolge
Parkett braucht Zeit, sich an den Raum zu gewöhnen. Lassen Sie die Pakete mindestens 48 Stunden ungeöffnet im Raum liegen, in dem sie später verlegt werden.
- Untergrund prüfen, ausgleichen und trocknen lassen.
- Dampfbremse und Trittschalldämmung auslegen, Stöße überlappen und abkleben.
- Erste Reihe mit Abstand zur Wand legen — die Dehnungsfuge ist kein Schönheitsfehler, sondern der Grund, dass der Boden sich bewegen darf.
- Reihe für Reihe versetzt weiterarbeiten, Verschnitt der letzten Diele als erste Diele der nächsten Reihe nutzen.
- Zum Schluss Sockelleisten setzen — an der Wand befestigt, nicht am Boden.
Typische Fehler vermeiden
Die drei häufigsten: zu wenig Dehnungsfuge, ein Untergrund, der nicht wirklich trocken war, und Dielen aus nur einem Paket. Parkett ist Holz, und Holz hat Farbunterschiede — wer aus mehreren Paketen gemischt verlegt, bekommt ein gleichmäßigeres Bild als wer Paket für Paket abarbeitet.
Und: Heizen Sie einen frisch verlegten Boden langsam an. Ein Temperatursprung in den ersten Tagen ist der sicherste Weg zu Fugen.
Wann sich ein Fachbetrieb lohnt
Ein rechteckiger Raum mit Klick-Parkett ist gut selbst zu schaffen. Sobald Fußbodenheizung, ein zu sanierender Estrich, verklebtes Parkett oder viele Ecken und Türdurchgänge dazukommen, wird es schnell zur Frage von Werkzeug und Erfahrung — und ein Boden, der zweimal verlegt werden muss, ist teurer als einer, den jemand einmal richtig macht.

