Erst verstehen, wo die Energie verloren geht

Bevor irgendetwas gedämmt wird, sollte klar sein, wo die Wärme das Haus verlässt. Bei einem Altbau ist das selten dort, wo man es vermutet: oft sind es die oberste Geschossdecke und die Kellerdecke, nicht die Fenster.

Ein Energieberater rechnet das durch und liefert dabei auch die Grundlage für Fördermittel. Diese Ausgabe steht am Anfang, nicht am Ende.

Die Reihenfolge, die meist Sinn ergibt

Als Faustregel gilt: erst die Gebäudehülle, dann die Technik. Eine neue Heizung, die ein ungedämmtes Haus beheizt, wird zwangsläufig zu groß ausgelegt und läuft dauerhaft im ungünstigen Bereich.

  • Oberste Geschossdecke oder Dach dämmen — meist das beste Verhältnis von Aufwand zu Wirkung.
  • Kellerdecke dämmen, oft an einem Tag erledigt.
  • Fenster tauschen, wenn sie ohnehin dicht sein sollten.
  • Fassade dämmen, idealerweise wenn sie ohnehin saniert wird.
  • Erst danach die Heizung neu auslegen und tauschen.

Fördermittel mitdenken

Zuschüsse hängen an Bedingungen, die vor Auftragsvergabe erfüllt sein müssen — ein bereits beauftragtes Gewerk ist in der Regel nicht mehr förderfähig. Wer die Förderung erst am Ende bedenkt, verschenkt sie.

In Etappen sanieren ist normal

Kaum jemand saniert alles auf einmal, und das muss auch niemand. Wichtig ist nur, dass die Etappen zueinander passen: eine heute gedämmte Fassade sollte die Fenster berücksichtigen, die in drei Jahren kommen. Ein Sanierungsfahrplan hält genau das fest.